Zum Hauptinhalt
„Sortieren wäre Irrsinn“
Zu viele Migranten in der Klasse, also lernen „unsere“ Kinder nicht mehr richtig Deutsch. Ist das wahr, oder dient diese Behauptung nur dazu, Emotionen zu schüren? Der Erziehungswissenschaftler Hans Karl Peterlini über Südtiroler Ängste und Sprachmythen.
Georg Mair | 13. Dez 2017 | ff 50/2017
Hans Karl Peterlini ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Klagenfurt: „Missbrauch der Schule findet dort statt, wo man sie in den Dienst der Ethnisierung und Nationalisierung stellt.“

Foto: Alexander Alber

ff: In den Südtiroler Kindergärten gibt es oft schon eine mehrsprachige Realität. Diese Realität erzeugt offenbar Ängste. Woher kommen diese Ängste?

Hans Karl Peterlini: Der Großteil der Ängste, die mit Sprache oder Herkunft zu tun haben, sind verschobene Ängste. Das heißt nicht, dass sie nicht real sind, aber die Menschen sorgen sich nicht um reelle, sondern um symbolische Werte.

Was für Vorstellungen haben sie?
Die Vorstellung von einer reinen Sprache, die durch die Präsenz von anderen Sprachen und Menschen anderer Herkunft...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?