Zum Hauptinhalt
Sehen und gesehen werden
Der Fotograf Ludwig Thalheimer hat mit Flüchtlingen gearbeitet. Was hat ihn dazu bewogen? Und warum übt er jetzt Kritik an der Caritas? Das Projekt „Here I Am“ und seine Folgen.
Georg Mair | 14. Dez 2016 | ff 50/2016
Die 19 Männer und Frauen aus dem Haus „Aaron“ in Bozen, in dem 130 Asylbewerber leben, haben beim Projekt „Here I Am“ fotografieren gelernt: Auf der folgenden Doppelseite, gleich positioniert wie hier die Porträts, die Bilder, die sie gemacht haben und in denen sie etwas über uns erzählen.

Foto: Ludwig Thalheimer

Einer der jungen Männer, die am Fotoprojekt von Ludwig Thalheimer teilnahmen, lebt inzwischen auf der Straße. Er kann weder lesen noch schreiben. Wie soll er so bloß hier überleben?
Der Bozner Fotograf (er arbeitet regelmäßig auch für dieses Magazin) traf den 21-Jährigen vor einigen Monaten im Haus „Aaron“, einem Heim der Caritas für Asylbewerber am Stadtrand von Bozen. Es gab Reibereien, der junge Mann wurde aus dem Haus verwiesen, in dem sich 130 Menschen drängen, die große Mehrzahl davon Männer.
Thalheimer hatte sich gefragt: Was kann ich mit meinen Kompetenzen tun für Menschen, die...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?