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„Reich auf eine andere Art“
Wie verteilt sich das Geld in der Kultur im Land? Und wie schaffen es bildende Künstler, Schauspieler und Autoren zu überleben?
Georg Mair | 29. Nov 2017 | ff 48/2017
Wenn der Bildhauer Aron Demetz eine Arbeit um 70.000 Euro verkauft, bleiben ihm vielleicht 15.000 Euro: „Aber ich kann weiterarbeiten und das ist das Wichtigste.“

Foto: Alexander Alber

Der Meraner Künstler Rudolf Stingel ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Kunstmarkt funktioniert. Er hat die richtigen Sammler (den französischen Multimilliardär Francois Pinault), die richtige Galerie (Paula Cooper, Gogossian), er wird von einem mächtigen Kurator wie Francesco Bonami hofiert und lässt inzwischen ein Team von Mitarbeitern für sich arbeiten.
Die fertigen dann nach seinen Vorgaben ein Gemälde wie „Untitled (After Sam)“ – es zeigt den Künstler als Melancholiker, naturgetreu wie ein Foto, doch es ist Malerei. Die letzten Striche gebühren freilich immer dem Meister aus...

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