Der italienische Künstler Lucio Fontana schlitzte 1949 die Leinwand auf, an der er eben gearbeitet hatte. Es genügte ihm nicht mehr, ein Bild zu malen. Fontana, der 1968 im Alter von 69 Jahren starb, wollte über die Leinwand hinaus einen neuen Raum erschließen. Ihn verlangte nach einer „Kunst, die mehr mit den Erfordernissen des neuen Geistes in Einklang steht.“ Es war ein Bruch mit der Tradition.
„1968“, schreibt Elena Re im Katalog zur Ausstellung „Tutto“ im Museion in Bozen, „verstirbt Lucio Fontana und hinterlässt allen ein großes Erbe: den Wunsch nach einer Revolution.“...
