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Trommel, trommel, sonst bist du verloren
Max Castlunger füllt mit der Musik sein Leben. Die Instrumente baut er meistens selber. Wie spielt und lebt einer, für den die Musik „eine Religion“ ist?
Georg Mair | 12. Okt 2021 | ff 41/2021
„Die Musik hat meine Ängste vertrieben“: Max Castlunger baut seine Schlaginstrumente selber, 1.000 hat er daheim in seinem kleinen Museum um sich versammelt, einige stellt er jetzt in Toblach aus.

Foto: Max Castlunger

Ein Nachbar fällt einen Baum, der Stamm hat einen Schlitz, Max Castlunger macht daraus eine Trommel. „Telephon“ nennt er die Schlitztrommel. „Baumstämme“, sagt er, „waren die ersten Telefone, sie schickten Klangnachrichten in die Ferne.“

Auf dem Recyclinghof findet Max Castlunger, 42, einen Schminktisch aus den 1930er-Jahren. Er verwandelt den Tisch in ein Santur, ein altes persisches Saiteninstrument, ein Hackbrett mit 54 Saiten und arabischer Tonleiter. Eine verzierte Metallhalterung an den Schmalseiten. Die Verziertechnik hat er sich von seinem Vater abgeschaut, der Gürtel für...

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