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Wollt ihr das totale Volk?
Eine Ausstellung auf Schloss Tirol gewinnt der Option neue Aspekte ab. Sie erzählt davon, wie tief die Südtiroler von NS-Denkmustern durchdrungen waren.
Georg Mair | 23. Sep 2020 | ff 39/2020
Plakatentwürfe, die die Südtiroler bei der Option zum Gehen auffordern: „Es ist das totale Volk, das uns in diesen Szenarien gegenübertritt.“

Foto: Schloss Tirol

Der Künstler Riccardo Giacconi (35) versucht in seinen Arbeiten, Südtiroler Befindlichkeiten zu ergründen, Traumata, die bis heute nicht verheilt sind. Er hat dafür Begriffe, Wappen und Embleme verwendet, die er bei seinen Recherchen im Land vorgefunden hat. Er zeichnet in seinen Arbeiten den inneren Zustand Südtirols auf.

„Volk“, „Acker“, „Besatzung“, „Schmerz“, „Verräter“. Das „Volk“: die Tatzen eines Bären, der die Krallen ausfährt. Der „Schmerz“ das geteilte Oberkleid eines Adeligen, aus den Ärmeln schauen die Klauen eines Paarhufers.

Giacconi, der aus den Marken stammt...

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