Der Kaiser mochte es nicht, wenn er auf Abbildungen im Gesicht zu mollig erschien. Er bevorzugte es, in der Öffentlichkeit als hagerer Krieger mit Adlernase zu erscheinen. Die Nase war ihm wichtig, er war ein eitler Herrscher. Maximilian I. (1459–1519) pflegte sein Image wie ein moderner Politiker mit Selfies und Einträgen auf Facebook. Halbnackt in der Menge zu baden, war allerdings verpönt.
Auf Schloss Tirol kann man sehen (bis 3. November, Di.–So., 10–17 Uhr), wie dieser Kaiser sein Bild pflegte, sich in das Gedächtnis der Zeitgenossen und der Nachwelt einzuprägen versuchte...
