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Das Südtirol-Kondominium
Vor 30 Jahren endete der Südtirolstreit zwischen Italien und Österreich vor der UNO – mit weitreichenden Folgen. Die Streitbeilegung bindet beide Staaten eng aneinander.
Georg Mair | 8. Jun 2022 | ff 23/2022
Landeshauptmann Silvius Magnago 1992 auf dem Weg zur Unterschrift unter die Streitbeilegungserklärung (die Schützen protestierten): Ende eines Weges, der Anfang der 1960er-Jahre begonnen hatte.

Foto: Othmar Seehauser

Viva Alto Adige“, titelte die New York Times am 14. Juni 1992. The Washington Post war einige Tage später nicht weniger euphorisch: „While war rages all round them, Austria and Italy dance together.“

Mitgetanzt hat vor 30 Jahren auch der Generals-ekretär der Vereinten Nationen (UNO), Boutros Ghali, als er am 19. Juni die Notifizierungs-urkunde Österreichs und Italiens zur Beilegung des Südtirolstreits entgegennahm. Die Art, wie ein Minderheitenkonflikt zwischen zwei Staaten gelöst worden sei, stellte er als vorbildlich hin. Auch -Italiens Außenminister Vincenzo Scotti verwies bei...

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