(gm) Lange Zeit hat die Autorin Katharina Döbler, 64, die Geschichte ihrer Familie von sich geschoben. Sie wusste nichts über ihre Großeltern, die in Neu-Guinea im Namen des deutschen Kaisers und später der Nazis als evangelische Missionare die christliche Religion und die Überlegenheit des weißen Mannes predigten. Sie war doch das Gegenteil davon: Anarchistin, Punkerin, Hausbesetzerin.
Doch irgendwann stieß Döbler (sie lebt in Berlin) auf Aufzeichnungen, Briefe und Fotos, die einen Blick auf ein verdrängtes Kapitel deutscher Geschichte eröffnen, die Kolonisierung des Landes, das...
