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Aufrichten statt unterrichten
Der Bildungsforscher Michael Schratz sagt: Die Pandemie ist die Chance, die Schule radikal zu verändern. Wie es gelingen kann, ein starres System aufzubrechen.
Georg Mair | 31. Mai 2021 | ff 22/2021
Michael Schratz, 69, war Professor für Erziehungswissenschaften an der Uni Innsbruck. Er ist Sprecher der Jury, die den deutschen Schulpreis vergibt. Mehr darüber erfahren, kann man im Buch „Menschen machen Schule“ (Klett-Kallmeyer 2021, 323 Seiten, 38,50 Euro).

Foto: Privat

ff:Als Erziehungswissenschaftler, der lange an der Uni Innsbruck gearbeitet hat, haben Sie auch die Schule in Südtirol verfolgt.
Was ist Ihnen aufgefallen?

Michael Schratz: Interessiert hat mich, wie die Inklusion umgesetzt wird – sie ist ja im übrigen deutschen Sprachraum ein großes Thema. Und ich war neugierig, wie die Mehrsprachigkeit gelebt wird.

Was unterscheidet die Schule in Südtirol von jener im restlichen deutschen Sprachraum?

Ein großer Vorteil der Schule in Südtirol ist das Schulsystem, die Grund-...

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