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Größenwahn eines Dichters
Film – „Il cattivo poeta“
Georg Mair | 26. Mai 2021 | ff 21/2021
Sergio Castellitto hat sich ganz in den Dichter Gabriele D’Annunzio hineingelebt: Ein Mann, der in Selbstmitleid versinkt.

Foto: Archiv

(gm) In Rom betrachtet man den Poeten oben am Gardasee als „mina vagante“. Andererseits hat er immer treu an der Seite der Faschisten gestanden, aber manchmal entfleucht -Gabriele D’Annnunzio etwas Unbotmäßiges.

Gianluca Jodice pickt sich in seinem Erstlingsfilm „Il cattivo poeta“ (Filmclub Bozen) eine Episode aus dem Leben dieses großspurigen Mannes heraus. Es ist das Jahr 1936. Der Dichter (Sergio -Castellitto) sitzt in seinem Prachtpalast – schwülstig wie seine Dichtungen, kokst sich um den Verstand und versinkt in Trübsinn, weil die Machthaber nicht mehr auf ihn hören. Ein...

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