(gm) Daheim ist in -Judith Hermanns neuem Roman ein unsicherer Zustand, ein Durchzugsland. Das Daheim ist ein zugiges Haus an der ostfriesischen Küste, eine Schweinezucht mit mehr als 1.000 Tieren oder eine zugemüllte Wohnung.
Die Ich-Erzählerin in „Daheim“ (S. Fischer 2021, 192 Seiten, 23,10 Euro) arbeitet als Kellnerin im Fischlokal ihres Bruders, ihre Tochter schickt ihr ab und zu Positionsdaten von ihrer Reise, ihrem Ex-Mann schreibt sie Briefe. Vorsichtig fängt Hermann Menschen und die spröde Schönheit der Landschaft ein.
Die Figuren in diesem sprachlich asketischen...
