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Öffentliche Wut
Im öffentlichen Dienst passiert etwas Außergewöhnliches: Die Leute begehren auf. Sie wollen mehr Geld, viel mehr Geld. Sind ihre Forderungen berechtigt?
Georg Mair | 30. Apr 2019 | ff 18/2019
Der Protest der 4.000 am 10. April: „Die Leute trauen den Versprechungen nicht mehr.“

Foto: Alexander Alber

Karin Wellenzohn hätte es nicht weit in den Landtag oder zum Landeshauptmann. Ein paar Schritte, dann wäre sie im Zentrum der Macht. Will man zu ihr, muss man am Landhaus vorbei, in dem Arno Kompatscher sein Büro hat, man passiert den Seiteneingang des Landtags und dann steht man bei ihr im Büro.

Auf dem Bildschirm ihres PCs die Nettogehälter für den öffentlichen Dienst. Circa 1.500 Euro (ohne Zulagen) für einen Schulwart mit 32 Dienstjahren, 1.600 für einen Straßenwärter, 2.200 für einen Verwaltungsinspektor mit Uni-Abschluss.

Karin Wellenzohn, Kindergärtnerin von Beruf, ist...

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