Leonie Radine nimmt eine Handvoll Erde vom Boden auf. Sie ist trocken, riecht intensiv. Niemand hat sie am Wochenende mit der Hacke gelockert, bewässert oder den PH-Wert gemessen, der Auskunft über ihre Qualität gibt. Sonst stehen hier Menschen, die die Erde bearbeiten, sich um sie sorgen, in Schichten von je vier Stunden.
Der Acker erstreckt sich über den zweiten Stock des Museion in Bozen, 60 Tonnen hat man zwischen den beiden großen Fenstern ausgebracht. Hier wird über zwei Monate hinweg mit Lehm, Kakaobohnen, Kaffeesatz, Haaren, Holzschnitzeln, Marmormehl oder Buchweizen eine...
