Sandro Serani kniet vor der Frau und schaut auf ihr Knie, er hält einen Imbusschlüssel in der Hand, er schraubt und schraubt, er muss kräftig zupacken, damit die Schraube aufgeht, um dann das Knie minimal zu drehen.
Die Frau geht ein paar Schritte, probiert: Geht sie gerade, schlägt der Fuß seitlich aus? Noch ist sie sich nicht ganz sicher. Serani kniet sich noch einmal hin, schraubt noch einmal, auf und zu und auf und zu, bis die Frau sagt: „Jetzt passt es.“ Vorher noch hat er ihre Prothese abgeschliffen, sie hat im Schritt gedrückt. „Zehnmal am Tag“, sagt die Frau, „drehe ich sie hin...
Auf die Füße stellen
Sandro Serani macht Prothesen für Menschen, die ein Bein oder einen Arm verloren haben. Was ist das für ein Job?
