Nach dem Gespräch geht Federico Steinhaus in sein Geschäft, Lederwaren „Alligator“ in Meran. Er ist jetzt 81. Seit 1909 gibt es das Unternehmen, die Familie kam vor 100 Jahren nach Meran, zuerst nur im Winter, den Sommer verbrachte man in Karlsbad in Böhmen.
Während des Faschismus wurde die Familie 1938 nach Erlass der Rassengesetze aus Meran vertrieben. Sie überlebte, nach einer Odyssee durch Italien, in einem Versteck in den Bergen, in der Nähe von Cortona. Nach dem Krieg kehrte die Familie nach Meran zurück. Steinhaus war lange Präsident der jüdischen Gemeinde.
Das Thema...
Lange Zeit des Schweigens
Federico Steinhaus war lange Präsident der jüdischen Gemeinde in Meran. Den Antisemitismus erlebt er heute noch.
