Dass die Alpenküche im Allgemeinen und Südtiroler Kost im Besonderen vor allem für Hauptspeisen bekannt sind, schreiben Gastrosophen historischen wie geografischen Umständen zu: das Holzhacken, das Melken von Hand, die 12-14 Kinder auf dem Buckel, das bergauf Mähen mit der Sense („Sejgnis“), das Ausreißen der Bäume („Bamhackl“), das Überleben der ganzen Völkerwanderungen – Búgglen, Búgglen, Búgglen. Da blieb nicht viel Zeit für kaprizierte Vorspeisen mit Rokoko-Verzierungen. Nein, Hauptspeise war Hauptsache: möglichst viel davon im Teller, weil die Arbeit anstrengend war.
In den...
