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„Kriegt Bozen eine Moschee?“
Sarah Oberbichler wollte wissen, ob deutschsprachige Südtiroler anders über Migranten denken als italienischsprachige. „Die Ängste“, sagt sie, „unterscheiden sich.“
Andrej Werth | 22. Dez 2020 | ff 52/2020
Den Überblick behalten: Historikerin Sarah Oberbichler macht es Spaß, sich in Quellen zu vertiefen.

Foto: Alexander Alber

Um 4 Uhr morgens muss Sarah Oberbichler in Mühlen in Taufers aufstehen, um rechtzeitig in Bozen zu sein. Im zweiten Untergeschoss des Staatsarchiv Bozen recherchiert die Historikerin derzeit für ihr neues Projekt über Südtiroler Rückoptanten. Oberbichler gefällt es, akribisch zu arbeiten, es macht ihr Spaß, sich in den Akten zu vertiefen. Vier Jahre lang arbeitete die Pusterin an ihrer Dissertation über neue Südtiroler Minderheiten. „Es ist ein wissenschaftliches Buch, kein Lesebuch“, warnt sie vor dem Gespräch.

ff: Frau Oberbichler, nach Abschluss der Dissertation...

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