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Von Neumarkt nach Montan und Glen
Zwischen Auer und Neumarkt schiebt sich ein felsiger Hügel zum Etschtal hin, von Gletschern glatt geschliffen und von kargem submediterranen Buschwald bestanden, eine Landschaft von herbem Reiz. Etwas höher auf einer Hangterrasse liegt das Dörfchen Montan, eingebettet in eine liebliche Obst- und Weinlandschaft. Oberhalb davon finden sich die Weinhöfe von Glen und wenig südlich davon die kleine Ortschaft Pinzon.
ff media | 18. Dez 2024 | ff 51/2024
Geeignet für eine Wanderung auch im Winter: durch Rebanlagen nach Montan.

Foto: Oswald Stimpfl

Wir starten am nordöstlichen Dorfrand von Neumarkt, vom Parkplatz in der Nähe des Gasthauses Rauscher in der Vill an der alten Fleimstaler Straße. Hinter dem Haus beginnt der Weg Nr. 15, der uns durch submediterranen Buschwald, über die Weiden der Pinzoner Egger, an Trockenmauern vorbei und zuletzt durch prächtige Weinberge ins malerische Dörfchen Pinzon bringt.

Vom Dorfplatz wandern wir am Gehsteig der kaum befahrenen Straße (jetzt Nr. 1B) ins Dorf Montan, am letzten Wegstück begleiten uns wunderbare alte Weinhöfe. Unmittelbar an der Dorfkirche biegen wir rechts ab und folgen den Schildern „Glen Nr. 1“, zusätzliche Wegweiser mit der Bezeichnung „Wein Wald Wasser Weg“ und einem runden Schild mit Traube und Beschriftung „Blauburgunderweg“ erinnern uns daran, dass wir im Blauburgundergebiet unterwegs sind. Wir wandern durch Laubwald, nach einer Quelle und einer Kneipptretanlage überqueren wir die Trasse der aufgelassenen Fleimstalbahn. Der Steig führt stramm bergauf zu den steilen Wiesen der Lichtung Windisch. Der Weg wird breiter und flacher, in südlicher Richtung geht es nun leicht bergab. Bald begleiten uns schöne Rebanlagen, darunter jene vom „Maso Thaler“, einer Privatkellerei mit interessanter Geschichte. Der Weg senkt sich, wir überqueren die Autostraße Montan–Truden und folgen der Beschilderung „Nr. 1 Neumarkt“ zum nahen Buschenschank Planitzer, der in beneidenswerter Panoramaposition zur Rast einlädt.

Für den Rückweg (immer Nr. 1) gehen wir unter dem beeindruckenden Bahnviadukt durch, mit traumhaftem Blick auf Mazon und das Etschtal kommen wir wieder zu den Weiden der Pinzoner Egger. Hier halten wir uns links und nehmen den Steig, der sich in das kleine Tal absenkt, umrunden einen Bauernhof im Talgrund und kehren auf der linken Talseite zum Rauscher in der Vill, unserem Ausgangspunkt, zurück.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Das Buch zum Tipp: Oswald Stimpfl Weinwandern in Südtirol

Foto: Oswald Stimpfl

Infos in Kürze

Rundwanderung durch alte Weindörfer im Herzen des Blauburgundergebiets

Start: Neumarkt-Vill an der LS 17, bei Gasthof Rauscher, 367 m

Gehzeit: 2 h 40 min, 440 Hm, 7,8 km

Beste Jahreszeit: Ganzjährig, bei Schneefreiheit auch im Winter

Anfahrt: Von Neumarkt auf der LS 17 bis zum Gasthof Rauscher, gegenüber ist ein öffentlicher
Parkplatz. Auch mit Linienbus erreichbar, Haltestelle Rauscher.

Einkehrtipp

Pinzoner Keller: Gastgarten und ebenerdiges Lokal in alten
Gewölben, gehobene Küche.

Mo.–Mi. geschlossen. Tipp: anrufen, da oft ausgebucht!

St.-Stephan-Platz 3, Pinzon,

Tel. 0471 813552,
www.pinzonerkeller.com.

Goldener Löwe:Traditionsreicher Gasthof am Kirchplatz von Montan. Tische im Innenhof und am Dorfplatz. Pfiffige Gerichte.
Do. Ruhetag. Kirchplatz 11, Montan, Tel. 0471 819844,
www.goldenerloewe.it.

Buschenschank Planitzer:
Nur zehn Gehminuten von Pinzon entfernt, Panoramaterrasse.
Variable Öffnungszeiten, gut besucht, Vormerkung angeraten,
im Hochsommer geschlossen.
Glen 25, Montan, Tel. 0471 819407, www.planitzer.it.

Das Buch zum Tipp

Oswald Stimpfl

Weinwandern in Südtirol

Mit Weinwissen von Walter Schullian und Einkehrtipps

Folio Verlag (Bozen/Wien) 2021

15 Euro

ISBN 978-3-85256-845-4

Erhältlich im Buchhandel.