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Vinschger Hochspannung
Der Netzbetreiber Terna verlegt eine neue Hochspannungsleitung durch den oberen Vinschgau. Auftraggeber sind mächtige norditalienische Industrieunternehmen. Im Vinschgau hat man darüber wenig Freude.
Andrej Werth | 16. Dez 2020 | ff 51/2020
Die neue 220-kV-Leitung verbindet die Hochspannungsstation in Nauders mit der Hochspannungsstation in Glurns. Auf 28 Kilometern wird das Kabel als Erdleitung in einer Tiefe von anderthalb Metern verlegt. Kostenpunkt: 85 Millionen Euro. Die neue Leitung ist Teil eines Gesamtprojekts, der italienische Netzbetreiber Terna will zum europäischen Knotenpunkt für elektrische Energie werden. Es geht um Versorgungssicherheit und billigen Strom für die Industrie.

Foto: FF-Media

Kaum hatten die Arbeiten für die neue Hochspannungsleitung vor zwei Wochen begonnen, wurden sie auch schon wieder eingestellt. Nach den starken Schneefällen musste die Terna-Baustelle in einem Waldstück nahe der Kreuzung Rojen/St. Valentin auf der Haide/Reschen weiträumig abgesperrt werden, Bäume drohten unter der Last der Schneemassen einzuknicken. Eine verschmerzbare Verzögerung, bedenkt man, wie lange die Gemeinden Graun und Mals mit dem italienischen Stromnetzbetreiber Terna um die genaue Trassenführung für die 220-Kilovolt-Leitung zwischen Glurns und dem österreichischen Nauders...

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