Treffpunkt am Wunderbrunnen. Es bleibt noch etwas Zeit, das schöne Marmorbecken anno 1509 zu bestaunen mit seinem achteckigen Aufbau: Auf sieben Tafeln sind die sieben Weltwunder abgebildet, die achte zeigt Kloster Neustift. Die Botschaft lässt keine Zweifel: Neustift ist wie die hängenden Gärten von Babylon oder der Tempel der Artemis – ein Weltwunder.
Ein Erlebnis ist diese Anlage allemal. Neustift ist mehr als ein Kloster: eine religiöse, kulturelle, bildungspolitische Institution; das vielleicht Schönste, was Südtirol in Sachen Architektur zu bieten hat; und darüber hinaus ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. Es verwundert nicht, dass der Abt von Neustift einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer des Landes ist. Er war es zwar nicht immer in der fast 900-jährigen Geschichte des Klosters, aber meistens. Gilt dies auch heute noch?
Und schon kommt er auf einen zu: flotter Schritt, lächelnd, im schwarzen Talar wie ein x-beliebiger Priester. Man muss sich schon ein bisschen auskennen in Sachen kirchliche Hierarchien, um den goldenen Ring am vierten Finger der rechten Hand und das Pektorale zu erkennen, das an einer weiten Halskette baumelt: Es sind die Insignien des 58. Propstes im Augustiner-Chorherren-Stift Neustift.
„Hallo, willkommen im Stift“: Mit diesen Worten empfängt Eduard Fischnaller den Gast und begleitet ihn in die Propstei, sozusagen sein Dienstsitz. Es geht über breite Stufen hinauf in den ersten Stock, wo ein prunkvolles, antikes Portal die Amtsräume des Abtes abschirmt. Die Wände sind goldfarben getüncht, an den Wänden hängen Gemälde aus vergangenen Jahrhunderten. Sie zeigen ehemalige Äbte, Würdenträger, Landschaftsszenen. Nein, billig ist hier nichts: Der Abt von Neustift residiert standesgemäß.
Der Grund des Besuches? Abt Fischnaller kennt ihn, und hat deshalb Fabian Schenk an seiner Seite. Schenk, Jahrgang 1975, Studium der Landwirtschaft in München, zuvor Geschäftsführer der Gärtnerei Planta in Brixen, ist seit knapp einem Jahr Gutsverwalter in Neustift. Er folgte auf Urban von Klebelsberg. Fischnaller und Schenk („Ich bin neu, er ist neu, gemeinsam können wir starten“, siehe Interview auf Seite 62) stehen für die Zeitenwende, die derzeit dieses prächtige Kloster aufwirbelt – und für Diskussionsstoff sorgt. Selbst Leute mit guter Geschichtskenntnis berichten, ein dermaßen massives Köpferollen habe es „wohl seit Jahrhunderten“ nicht gegeben:
Urban von Klebelsberg, seit 1988 Gutsverwalter in Neustift, sei gegangen worden;
Ursula Stampfer, Direktorin der Stiftsbibliothek und verantwortlich für die Neugestaltung des Museums von Neustift, habe man „dermaßen brüskiert“, dass sie noch vor Ablauf ihres Dreijahresvertrages den Job hinschmiss;
Andreas Wild, seit 2005 Direktor des Bildungshauses in Neustift, wurde mitgeteilt, „dass es so nicht weitergehen kann“, weshalb er im vergangenen August den Dienst quittiert hat;
Artur Schmitt, Chorherr, Pfarrer von Neustift und Schabs sowie Fischnallers Konkurrent bei der Abtwahl 2015, hat nach seiner De-facto-Absetzung als Präsident des Bildungshauses sogar seinen Abschied aus Südtirol angekündigt;
weitere vier Mitarbeiter in der Gärtnerei, im Ausschank und im Bildungshaus haben inzwischen das Weite gesucht; außerdem wurde der Vertrag von zwei Mitarbeitern im Umweltzentrum nicht verlängert.
Dass diese „Säuberung“ (salto.bz) nicht schmerzlos über die Bühne geht, sollte nicht überraschen. Im Gespräch mit ff nahm ein Ordensmann sogar den Begriff „Revolution“ in den Mund, und begonnen habe diese am 19. Mai 2015.
Es war ein Samstag: Die zwanzig Chorherren von Neustift zogen sich in den Kapitelsaal des Klosters zurück, um einen neuen Abt zu wählen. Georg Untergassmair, Abt seit 2005, hatte angekündigt, aus Gesundheitsgründen nicht weitermachen zu können. Es brauchte also einen Neuen. In der offiziellen Pressemitteilung des Stiftes sollte es später heißen: „Ganze zwei Stunden dauerte die Wahl. Erst im vierten Wahlgang fiel die Entscheidung.“ Zwei Sätze, die erahnen lassen, wie kontrovers es in diesem konklaveähnlichen Entscheidungsprozess zuging. Einer der Abstimmenden erinnert sich: „Man kann durchaus sagen: Da prallten Welten aufeinander.“
Bereits im Vorfeld der Wahl war unter den Chorherren die Order ausgegeben worden, dass es „unbedingt ein Südtiroler“ werden müsse. Erst vor vier Jahren war die Benediktiner-Abtei Marienberg im Vinschgau „in die Hand der Deutschen gefallen“: Der in Kaiserslautern geborene Markus Spanier folgte dort auf den Glurnser Bruno Trauner. Es könne und dürfe nicht sein, dass sich dies in Neustift wiederhole.
Der patriotische Ansatz hatte freilich einen kirchenpolitischen Hintergrund: Als Favorit für die Nachfolge Georg Untergassmairs galt Artur Schmitt. Der damals 45-jährige Chorherr sowie Pfarrer von Natz und Schabs verfügte über beste Voraussetzungen: intellektuell beschlagen, beliebt bei den Gläubigen, weltoffen. Außerdem lehrt er an den Theologischen Hochschulen in Brixen und Innsbruck neben Pastoraltheologie auch Homiletik. Darunter versteht man die Kunst des Umgangs mit Menschen, das Um und Auf in der aktuell schwierigen Beziehung der Kirche zur laizistischen Gesellschaft. Artur Schmitt hat allerdings – aus Sicht mancher Chorherren – einen entscheidenden Makel: Er stammt aus Rheinland-Pfalz, er ist – obwohl bereits seit über zwanzig Jahren in Neustift – Deutscher.
Schmitt ist nicht der einzige „Deutsche“ in Neustift. Vier weitere Novizen und junge Chorherren – Cassian Lohmar, Rüdiger Weinstrauch, Maximilian Stiegler und Christian Breunig – sind Landsleute von ihm. Außerdem: Von allen fünf heißt es, sie gehörten innerhalb des Klosters dem liberalen Flügel an. Aus diesem Grund steckt in der geographischen Herkunft auch viel politische Brisanz.
Ein Chorherr meinte gegenüber ff, bei der Wahl vor drei Jahren sei es „nicht nur um Köpfe gegangen“, sondern auch um „die kirchenpolitische Ausrichtung des Klosters“. Einer einflussreichen Gruppe zufolge habe in Neustift in den Jahren zwischen 2005 und 2015 ein „zu liberaler Wind geweht“. Gemeint ist damit die Amtszeit von Georg Untergassmair.
Der 1941 in Olang geborene Untergassmair ist eine Koryphäe in Sachen Bibelwissenschaften. Er war Schüler von Rudolf Schnackenburg, einem der bedeutendsten Kirchengelehrten des 20. Jahrhunderts, und lehrte 25 Jahre lang an der Universität Osnabrück. Georg Untergassmair wollte sich 2005 zum Studium nach Jerusalem zurückziehen, wurde dann aber – überraschend für viele – zum Abt von Kloster Neustift gewählt.
Dort hatte bis dahin über ein Vierteljahrhundert lang (1969 bis 2005) der aus Tirol stammende Chrysostomus Giner regiert: mit eiserner Hand, „hemdsärmelig“, wie es heißt, ein höchst praktischer Mensch – und dem konservativen Flügel zugehörig. Mit Untergassmair kam jetzt eine völlig andere Abtfigur ans Ruder: intellektuell, kunstsinnig, liberal. In den zehn Jahren seiner Amtszeit, heißt es unisono, habe sich Neustift „wesentlich geöffnet“. Unter Abt Georg Untergassmair wurde aus dem Kloster ein modernes kulturelles Zentrum – auch für Laien.
Als sich Untergassmair 2015 aus Gesundheitsgründen gezwungen sah, das Amt abzutreten, hätten „die Konservativen“ rund um Altabt Giner die Chance gesehen, die Uhren der Zeit zurückzustellen. Ein hoher Kirchenvertreter zu ff: „Im Grunde kann man das, was bei der Abtwahl passiert ist, als eine Art Gegenreformation bezeichnen“. Dazu passt, dass kurioserweise auch der Pusterer Untergassmair wegen seiner langen Tätigkeit in Deutschland der „Deutschen-Fraktion“ zugerechnet wird.
Ein Protokoll der „heißen Diskussionen“, die vor und während der Abtwahl 2015 geführt wurden, gibt es nicht. Ebensowenig gibt es offizielle Äußerungen der Protagonisten: Alle hüllen sich in Schweigen – und bemühen sich, nach außen hin das Bild einer eingeschweißten Gemeinschaft zu vermitteln.
Tatsächlich wurden an jenem 19. Mai 2015 die Weichen für eine personelle und ideologische Kurskorrektur gesetzt. Es brauchte eine Alternative zu den „Deutschen“. Giner & Co. war klar: Würde Artur Schmitt sich durchsetzen, könnte sich Neustift in eine Speerspitze der liberalen, weltoffenen, modernen Kirche entwickeln. Das galt es zu verhindern.
Damit eröffnete sich den Chorherren aber „das eigentliche Problem der Kirche in Südtirol“: nicht nur der ausbleibende Nachwuchs und die Überalterung der Priester, sondern vor allem das Fehlen von Führungspersönlichkeiten. Ein Experte in Kirchenfragen bringt es mit ätzender Offenheit auf den Punkt: „Für durchschnittlich veranlagte Menschen ist es nirgends leichter, Karriere zu machen, als bei uns“. Da es wenig Konkurrenz gebe, sei es ein Leichtes, die Leiter hochzusteigen – „bis zum Pfarrer, zum Abt, zum Bischof“. Man müsse „ja froh sein, dass man jemanden findet“.
In der engeren Auswahl der Südtiroler-Fraktion für die Untergassmair-Nachfolge standen laut ff-Information: Stephan Astner, Karl Blasbichler und Eduard Fischnaller. Der erste wurde als „zu konservativ“ betitelt, der zweite, als Stiftsdekan in der logischen Favoritenrolle, winkte dankend ab. Ein Insider: „Wenn man Artur Schmitt verhindern wollte, blieb nur mehr Fischnaller.“
Die bisherige Beschreibung der Ausgangslage tut dem damals 46-jährigen Pfarrer von Ehrenburg unrecht. In vielen Punkten ist Fischnaller Schmitt ähnlich: Auch er ist jung, weltoffen und gesellig. In einem Porträt 2015 beschrieb ff ihn als „Prototypen des modernen Geistlichen“. Womit Fischnaller aber nicht aufwarten kann: Er hat keinen Lehrauftrag, er hat nicht die Aura des Intellektuellen, er ist, wie er sich selbst gerne bezeichnet, „nur ein einfaches Pfarrerle“. Das führt dazu, dass die Professoren unter seinen Kollegen die Nase rümpfen, wenn sie seinen Namen hören: So einer soll in der Lage sein, ein dermaßen bedeutendes Kloster zu führen? Wo bleibt da der intellektuelle Tiefgang, wo der kirchenpolitische Weitblick?
Fischnaller, so heißt es, war der Kandidat von Altabt Giner – aus mehreren Gründen: Zum einen sei der gebürtige Rodenecker (Jahrgang 1969) wie er, Giner, „ein praktischer Mensch“, zum anderen gehöre er, ebenfalls wie Giner, dem konservativen Flügel an. Einer seiner Mitbrüder sagt über Eduard Fischnaller: „Nach außen hin mag es nicht so erscheinen, aber für ihn hat es das Zweite Vatikanische Konzil nicht gegeben.“ Übersetzt für Laien: Jenes Konzil (1962–1969) forcierte die Erneuerung der Kirche und den Dialog mit Nichtgläubigen.
Die ersten drei Jahre scheinen die 2015 erfolgte Zeitenwende zu bestätigen – wobei „das Pfarrerle“ mehr Mumm beweist, als viele ihm zutrauten. So wurde bereits das gesamte Führungspersonal ausgetauscht: Es gibt einen neuen Gutsverwalter, einen neuen Direktor des Bildungshauses, einen neuen Verantwortlichen für Museum und Bibliothek. Obwohl Fischnaller es bestreitet (siehe Interview) und der direkt Betroffene offiziell von persönlichen Motiven spricht: In Neustift und Umgebung ist es ein offenes Geheimnis, dass Artur Schmitt, Fischnallers Konkurrent bei der Abtwahl, nicht im Guten gegangen sei.
Gegenüber ff wollte Schmitt sich nicht äußern. Sein Umfeld berichtet allerdings, er sei „tief verbittert“. Obwohl er seit 25 Jahren in Neustift lebe, behandle man ihn immer noch „wie einen Fremden“. Weh habe ihm auch getan, wie man mit ihm im Bildungshaus umgegangen ist: „Weder vor noch nach der Wahl des Verwaltungsrates“ habe es ein Gespräch mit Abt Fischnaller gegeben. Obwohl alle sagten, er habe als Präsident des Bildungshauses gute Arbeit geleistet, wurde er nicht mehr für den Verwaltungsrat vorgeschlagen: Das habe ihm zu verstehen gegeben, dass er „hier in Neustift nicht mehr erwünscht“ sei.
Artur Schmitt hat im Pfarrbrief der Gemeinde Natz-Schabs inzwischen seinen Abschied aus Südtirol angekündigt. Hinter der offiziellen Begründung gibt es auch das, was er nur Freunden anvertraut hat: Die Abwahl als Präsident des Bildungshauses sei nicht der Grund, wohl aber habe ihm dies „den letzten Schub“ gegeben, denn: „Mit diesen Leuten da macht es einfach keinen Sinn.“ Schmitt, der als einer der beliebtesten Kirchenmänner Südtirols gilt, wird ab Jänner eine Pfarrei in der Nähe von Köln betreuen.
Als „Klein-Machiavelli“ wird Fischnaller inzwischen hinter vorgehaltener Hand bezeichnet. Wie dazumal unter Chrysostomus Giner gilt: Wer nicht spurt, der fliegt. Gleichzeitig wehe jetzt in Neustift „mitunter sogar ein Hauch von Mittelalter“: etwa wenn die Chorherren Rosenkranz betend in einer Lichterprozession durch den Kreuzgang ziehen. Das Ziel dieser periodisch stattfindenden Wallfahrt: Beten für christliche Berufe. Der Kommentar eines Kritikers: „Bei diesem Hokuspokus sieht man dann, wes Geistes Kind er ist. Ein hoffnungsloser Nostalgiker.“
Es gibt allerdings auch andere Stimmen. Fischnaller, heißt es, habe nach seiner Abtwahl „mal genauer hingesehen, wie Neustift als Wirtschaftsunternehmen geführt wird“. Dabei habe er „manche Ungereimtheit“ festgestellt.
Ein Beispiel: Trotz massiver Beiträge von Land und EU arbeitet das Bildungshaus defizitär. Der Fehlbetrag wird vom Stift abgedeckt – nach dem Prinzip: Gemeinnützigkeit (Bildungshaus) wird gestützt von kommerzieller Tätigkeit (Landwirtschaft und Kellerei). Bei einer Revision durch den Raiffeisenverband wurden allerdings Geldflüsse sichtbar, die „schwer nachvollziehbar“ seien. Die Rede ist auch von „mangelnder Transparenz“ und der Notwendigkeit, „die Geschäftsbereiche klarer zu trennen“. Dies müsse unabhängig vom unbestreitbaren wirtschaftlichen Erfolg gemacht werden.
Abt Fischnaller wollte im Gespräch mit ff auf keine Details eingehen („lassen wir uns lieber nach vorne blicken“), aus seinem Umfeld wird kolportiert, dass „gewisse personelle Veränderungen unvermeidbar“ gewesen seien.
Aber warum zog sich Neustift jetzt auch vom Literaturfestival WeinLesen zurück? Wirklich nur aus Kostengründen, wie der neue Gutsverwalter Fabian Schenk argumentiert? Oder weil dem neuen Abt das Festival zu liberal und zu wenig kirchlich ist? Selbst Chorherren bedauern das Aus: Es sei „jammerschade, wenn solche Initiativen nicht mehr in Neustift stattfinden“. Ja, es sei „unerhört, wenn nicht mehr der kulturelle Auftrag unseres Klosters im Vordergrund steht, sondern knallharte wirtschaftliche Überlegungen“.
Der Glaube, der Schein, benötigt das Sein: Diese Binsenwahrheit kannte man bereits 1500. Damals besaß Kloster Neustift der Chronik zufolge „542 Höfe, 49 Häuser, mindestens 82 Weingärten, mindestens 58 Wiesen, 76 Äcker und 26 Obstgärten“. Der landwirtschaftliche Ertrag war notwendig, um die laufenden Ausgaben und Investitionen zu finanzieren. Abt Giner ließ 1987 in Schalders sogar ein E-Werk bauen – um sich eine zusätzliche Einnahmequelle zu garantieren. Nicht immer wurde dabei genau getrennt zwischen Gemeinnützigkeit und Kommerz. Aber genau dies sei jetzt „absolut ein Muss“, wie ein Raika-Banker gegenüber ff sagt: „Die Zeiten haben sich geändert – auch für ein Kloster.“
Fischnaller, der Saubermann? Oder Fischnaller, ein Ignatius von Loyola unserer Zeit, also einer, der den liberalen Geist aus Neustift vertreiben will? Gut möglich, dass Altabt Georg Untergassmair recht hat, wenn er sagt, drei Jahre seien zu kurz für eine Zwischenbilanz (siehe Seite 65). Selbst Kritiker von Fischnaller geben zu bedenken, dass: „Nur weil er kein Hochschullehrer ist, bedeutet dies nicht, dass er kein ausgezeichneter Abt sein kann. Warten wir also ab.“
Allerdings ist da noch etwas, das die Atmosphäre in Neustift vergiftet. „Ein ,schwerer Schatten‘ liege über dem Abt, wird getuschelt. ff hat nachgebohrt, recherchiert, mit Betroffenen gesprochen – und herausgefunden, um was es sich handelt (siehe Seite 61). Egal, wie man zu „zu dieser alten, längst vergessenen Geschichte“ steht: Das Bemerkenswerte ist, dass sie in Neustift heute noch für kontroverse Diskussionen sorgt – bis hinauf in die Kirchenspitze.
Die Frage, auf die ff keine oder nur eine ungenügende Antwort finden konnte: Haben die zwanzig Chorherren bei der Abtwahl im Mai vor drei Jahren von Fischnallers gefälschten Uni-Zeugnissen gewusst?
„Die Mauern von Neustift haben schon schlimmere Stürme überstanden“, versucht ein hoher Geistlicher die Problematik kleinzureden. Außerdem ziele man dabei am Thema vorbei: „Die Kirche hat ganz andere Sorgen, als sich mit dem Studium eines Prälaten zu beschäftigen.“




