Zum Hauptinhalt
„Bin froh, mich nicht so gut zu kennen“
Das neue Buch des bosnischen Schriftstellers Dževad Karahasan ist ein Epos über unsere Zeit. Ein Roman über das 11. Jahrhundert, der plötzlich hochaktuell ist. Was hat der Autor früher und schärfer gesehen?
Georg Mair | 21. Dez 2016 | ff 51/2016
Der bosnische Schriftsteller lebt in Graz und Sarajevo: „Wir schreiben immer uns selber.“

Foto: Ludwig Thalheimer

Elf Jahre hat Dževad Karahasan an seinem neuen Roman „Der Trost des Nachthimmels“ geschrieben. Der bosnische Schriftsteller (63) stellte den Roman in Lana bei den Bücherwürmern vor. Er lebt heute in Graz und Sarajevo. Aus der Hauptstadt Bosniens,
wo er an der Universität arbeitete, floh er 1993 während des Bürgerkriegs. Granatsplitter schlugen in seine Bibliothek ein. „Sie haben“, erzählt er, „die Bücher regelrecht zerschnitten.“ Seine Bibliothek und seine Manuskripte wurden während der Belagerung der Stadt zum Heizen verwendet.
„Der Trost des Nachthimmels“ ist ein Roman, der im 11....

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?