Jens Kramer sieht geschafft aus. Die erste Arbeitswoche nach seinem Krankenstand hat ihn geschlaucht, und die Nachwehen seines letzten Geländelaufs spürt er auch noch deutlich. Kaum war Kramer Ende November aus Nepal zurück, wurde er krank. Eine Woche lang lag er mit Durchfall und Fieber im Bett zuhause in Steinegg, fünf Kilo hat er in diesen Tagen abgenommen. Als er sich mit ffim „bivac“, dem Salewa-Bistro in der Bozner Industriezone, trifft, sind seine Lippen stark eingerissen, im Laufe des Gesprächs werden sie leicht zu bluten beginnen. Sein Gesicht wirkt etwas eingefallen....
Weiter, immer weiter
Er nennt sich Running Jesus. Jens Kramer ist ein Extremläufer, der ständig seine Grenzen verschieben muss. Und jemand, der oft weint.
