St. Kassian ist einer der mondänen Wintersportorte im Gadertal. Wir sind in der östlichsten Ecke Südtirols, wenige Kilometer trennen diesen Landesteil vom Veneto und dem benachbarten Nobelurlaubsort Cortina. Hinter dem Dörfchen steigen über weiten Almwiesen und einem Waldgürtel die steilen hellen Felsen der Conturines, des La Varella und der Kreuzkofelgruppe auf – eine Dolomiten-Bilderbuchlandschaft ersten Ranges.
Durch die Wiesen, Almen und hellen Lärchenwälder am sonnigen Südwestabhang zieht sich ein schöner Themenweg hin, der nach der vorherrschenden Baumart „Lärchenweg“ genannt und mit Erklärungstafeln ausgestattet wurde. Sie erzählen vom Wald und der Holznutzung, besonders der Lärche. An einem Bach wurde eine alte wasserbetriebene Mühle restauriert, an besonders aussichtsreichen Stellen stehen Bänke zum Rasten. Bei der alten Mühle laden ein großer Steintisch und Brunnen zu Rast und Jause ein. Der Weg führt zur Häusergruppe von Rüdeferia und wieder nach St. Kassian zurück. Unterwegs finden wir keine Einkehrstation, aber am Dorfplatz wetteifern Restaurants, Cafés und Konditoreien um die Gunst der Gäste. Auch das Bärenmuseum und die schöne Barockkirche sind einen Besuch wert.
Wir parken an der Talstation der Kabinenbahn Piz Sorega, gehen wenige Minuten ins Dorf zurück und folgen bei der Kirche den Schildern Nr. 15 „Trù di Lersc“ (Lärchenweg) auf breiter Straße bergauf. Am großen Bauernhof und der Hofkäserei Lüch da Pcëi vorbei gelangen wir zum Haus Larjëi, bei der Wegteilung halten wir uns rechts (Nr. 15A) und gelangen zur Häusergruppe Rü. Hier endet der Asphaltweg, wir gehen links auf einem Feldweg auf eine Anhöhe (1.740 m) mit prächtigem Ausblick. Am Wiesenrand und an einem Holzzaun entlang geht es jetzt auf einem Steig bergab und zur Häusergruppe Rüdeferia und einer alten Mühle, dem Endpunkt des Lärchenweges. Für den Rückweg gehen wir ein Stück des Hinweges zurück, bleiben auf Weg Nr. 15, gelangen beim Haus Larjëi wieder auf den Aufstiegsweg und sind bald wieder im Dorf.
Ursus Ladinicus: 1987 wurde in den Bergen bei St. Kassian in einer Höhle das Skelett eines prähistorischen Höhlenbären gefunden. Das Museum Ladin Ursus Ladinicus widmet sich dem vor rund 40.000 Jahren lebenden Bären und der Geologie der Dolomiten. Museum Ladin Ursus ladinicus, Micurà-de-Rü-Str. 26, St. Kassian, Tel. 0474 524020,
www.museumladin.it
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