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„Ein bisschen sind wir alle Voyeure“
Keiner erzählt leidenschaftlicher vom Bösen als der Journalist und Buchautor Artur Oberhofer. Was die vielen Südtiroler Morde der Vergangenheit über Land und Leute aussagen, erklärt er im Gespräch mit ff.
Buchautor und Chefredakteur der Südtiroler Tageszeitung Artur Oberhofer: „In den meisten Fällen glaube ich zu wissen, was passiert ist. Dann gebe ich Ruhe.“

Foto: Alexander Alber

Es ist erstaunlich. Trotz Kriegen und Krisen herrscht in Buchläden und Fernsehen das große Morden. Jede Stadt, jede Region hat mittlerweile ihren eigenen Krimi und auch Fernsehkommissar. Warum ist das so? Wir wollen über Morde reden – allerdings über jene, die es tatsächlich gegeben hat in unserem Land. Mit einem Mann, der sich seit Jahren damit beschäftigt. Vor Kurzem ist sein siebter Band über „Südtirols große Kriminalfälle“ erschienen. Wir treffen uns mit Artur Oberhofer im Laurin-Café in Bozen. Der Lärmpegel ist hoch, Oberhofer nimmt kurzerhand das kleine Aufnahmegerät in die...

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