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„Eigentlich zum Schämen“
Ausländer, die hier leben und arbeiten, müssen eine deutlich höhere Hürde meistern als Einheimische, um ein Recht auf eine Wohnung zu haben. Auf Herbergssuche im reichen Südtirol.
„Für das Wobi bin ich ein Bürger zweiter Klasse“: Die Familie Hamam Taieb in ihrer von Schimmel überzogenen Miniwohnung.

Foto: Mic

Hamam Taieb kann es nicht fassen. Seit 17 Jahren lebt der gebürtige Tunesier in Bozen, ein Zuhause hat er noch nicht: „Ich habe immer gearbeitet, ich zahle Steuern, ich halte mich an die Gesetze. Aber für das Wohnbauinstitut bin ich ein Bürger zweiter Klasse.“
Taieb wohnt mit seiner Frau Ibtissem und den drei Kindern Bilel, Isra und Suleima im Erdgeschoss eines Wohnhauses in der Bozner Reschenstraße, das von außen einen ausgezeichneten Eindruck macht. Pech für die fünfköpfige Familie: Ihre Wohnung, für die sie 600 Euro Miete im Monat zahlt, ist winzige 42 Quadratmeter klein, befindet...

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