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In dieser Folge: Südtiroler Tee
ff media | 3. Dez 2025 | ff 49/2025

Tee gehört zu den ältesten Kulturgetränken der Welt. Während Kaffee oft mit Schnelligkeit und Funktionalität verbunden wird, steht Tee für Achtsamkeit. Ein Tee verlangt Zeit: Wasser erhitzen, Blätter ziehen lassen, Duft wahrnehmen und erst dann den ersten Schluck bewusst genießen. In Südtirol sind es vor allem Kräuter, meist Bergkräuter, die die Teemischungen prägen. Und es gibt derweil gar einige Produzenten, die sich im Teeanbau oder -verkauf spezialisiert haben. Typische Kräuter, die kultiviert und zu Tee verarbeitet werden, sind Minze, Melisse, Bergkräuter wie Schafgarbe, Johanniskraut, Brennnessel beziehungsweise Spitzwegerich oder Blüten wie Malve, Holunder- oder Rosenblätter. Und natürlich auch die für die Gesundheit zuträglichen Salbei, Thymian und Kamille. Bei Früchtetee dominieren Hagebutte, Himbeer- und Erdbeerblätter sowie Apfelstücke.

Kräuterrebellen

Es gibt sie in Südtirol, diese Weiterdenker, diejenigen, die konsequent ihren Weg gehen. Die Kräuterrebellen, Lorenz aus Mals und Leander aus Martell, haben sich einem naturbelassenen Tee mit Aromendichte verschrieben. Geerntet wird von Hand, getrocknet schonend und langsam. Keine zusätzlichen Aromen kommen in den Tee der beiden. Ihre Mischungen tragen Namen wie Bergkräuter, Blütenduft oder Sportlerin, die Kräuter – Quendel, Frauenmantel, Schafgarbe, Pfefferminze, Malve – wachsen im Vinschgau auf 900 bis 1.400 Höhenmetern. Bemerkenswert ist die Zusammenarbeit der beiden Teepioniere mit der Lebenshilfe Vinschgau, wo Menschen mit Beeinträchtigung ihre Tees abfüllen und verpacken.

Lorenz Borghi
Piz Lun Weg 11, 39024 Mals
T. +39 347 99 07 625

Leander Regensburger
Gand 42A, 39020 Martell
T. +39 339 45 26 520
rebellen.it

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Monthea

Schon der Name ist Programm: Monthea steht für Tee aus den Bergen Südtirols. Man merkt Monthea an, dass hier niemand etwas beschleunigt und der Respekt vor Natur und Mensch Credo ist. Die Verarbeitung ist handwerklich, die Mischungen bewusst aufgeräumt. Angeboten werden Früchtetee oder Kräutertee mit einprägenden Namen wie monmint, monalp und monherbs. Der Minzetee vereint Pfefferminze, Apfelminze, Orangenminze und Limonenminze. Bei monherbs prägen Pfefferminze und Brennnessel den zarten Geschmack. Wer es fruchtig mag: Heidelbeere, Himbeere und monbeery, ein Potpourri diverser Beeren.

Handwerkerzone 11,
39010 Nals
T. +39 0471 678118
monthea.it

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Pflegerhof

Auf einer Fläche von zwei Hektar gedeihen am Pflegerhof (850 m) in der Gemeinde Kastelruth, Fraktion St. Oswald, allerlei Kräuter- und Gewürzpflanzen. Familie Mulser hatte die Idee des Kräuteranbaus bereits 1982 und war damit wohl Wegweiserin im Lande. Es werden um die 500 verschiedene Kräuter sein, die hier wachsen dürfen. Nebst Kräutermischungen und Gewürzen sind auch Tees im Angebot des Pflergerhofs. Die biologisch abbaubaren Pyramiden werden direkt am Hof abgefüllt. Das Material der Filterbeutel besteht vorwiegend aus Zuckerrohr. Das Angebot: so melodische und poetische Benennungen wie Alpenharmonie, Berggenuss, Dolomitenduft, Fühl dich leicht, Gut Ruh oder Schlernklang.

St. Oswald 24,
39040 Seis/Kastelruth
T. 0471 706 771
pflegerhof.com