Lesen. Schreiben. Rechnen. Diese drei Dinge sollte jedes Kind beherrschen – davon war Kaiserin Maria Theresia (1717–1780) überzeugt. Sie sah sich als aufgeklärte Herrscherin, als oberste Dienerin des Staates. Das heißt, sie regierte zwar allumfassend, aber immer im Sinne des Gemeinwohls. Oder jedenfalls im Sinne dessen, was den damals Herrschenden als Gemeinwohl galt.
Am 6. Dezember 1774, also vor 250 Jahren, führte Maria Theresia daher die Unterrichtspflicht für alle Kinder in den habsburgischen Landen ein. Dazu gehörte damals auch das heutige Südtirol.
Die „Allgemeine...
