Von einer „Bilanz des Schreckens“ sprachen die Anwälte der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl, als sie im Januar 2022 ihr Gutachten über den Umgang mit sexuellem Missbrauch durch kirchliche Verantwortungsträger vorstellten. Auf 1.893 Seiten listeten die Gutachter detailliert auf, wie in der Erzdiözese von München und Freising weggesehen wurde.
Das Gutachten war wie ein Erdbeben für die katholische Kirche in Deutschland, die Ausläufer konnte man bis nach Südtirol spüren. ff titelte damals „Das Schweigen der Hirten“ (ff 4/2022) und fragte, wie Südtirols Kirche mit...
