Stolz erhebt sich der geheimnisvolle Hügel von Castelfeder, das Arkadien Tirols, über die weingesegneten Fluren. Seit den Anfängen der Besiedelung ist es der Wein, der dieses Gebiet prägt. Die Blauburgundertage, die jedes Jahr hier stattfinden, haben sich zu einem Treffpunkt der internationalen Weinwelt entwickelt. Wunderschön auch eine Wanderung von Neumarkt über Castelfeder und Montan nach Pinzon.
Wir beginnen unseren Rundweg im Neumarkter Ortsteil Vill mit seiner schönen gotischen Kirche. Vom Parkplatz gegenüber der Bar Vaja gehen wir auf der Fahrstraße circa 300 m zurück. Kurz nach der Tankstelle zweigt rechts ein Feldweg ab, der leicht aufwärts durch Weinberge bis zu einem Nussbaum führt. Beim Baum halten wir uns links und erreichen in wenigen Minuten das Schild „Castelfeder“. Jetzt geht es wieder links auf schmalem Steig durch lichten Eichenwald zur ehemaligen Trasse der Fleimstalbahn empor. Auf dieser wandern wir dem Hinweis „Castelfeder“ folgend zu der wie eine Insel aus dem Meer der Wein- und Obstgüter herausragenden Porphyrkuppe.
Die karge Landschaft von Castelfeder mit ihren eindrucksvollen, von der St.-Barbara-Kirche aus dem 7. Jahrhundert gekrönten Resten uralter Besiedelung wird von einer ganz besonderen Stimmung geprägt. Wir gehen auf demselben Weg zurück und folgen dann links der Beschilderung „Montan–Pinzon Nr. 5“. Nach 20 Minuten überqueren wir die Fleimstaler Straße und steigen nach 200 m links nach Montan hinauf. Das alte Weindorf mit seinem malerischen historischen Ortskern, über dem das stattliche Schloss Enn thront, zählt zu den schönsten Dörfern des Etschtales. Am südlichen Ortsende zweigen wir rechts ab und folgen der Beschilderung „Kalditsch-Bahnweg“, welche uns auf ebenem Weg in einer halben Stunde in Richtung Pinzon leitet. Bei der ersten Wegteilung halten wir uns links aufwärts und nach 100 m rechts eher steil abwärts nach Pinzon, wo in der Stephanskirche einer der schönsten gotischen Flügelaltäre Tirols steht.
Auf dem Tschalfairweg gelangen wir durch Weinberge zu den aussichtsreichen „Pinzoner und Glener Eggen“. Von hier führt die Markierung Nr. 1 zurück nach Neumarkt. Beim Gasthof Rauscher erreichen wir die Hauptstraße. Wir queren den gegenüberliegenden Parkplatz und gelangen auf einem schönen Wiesenweg zurück zum Ausgangspunkt.
Die ungekürzte Version und weitere Wandertipps finden Sie im Buch „Weinland Südtirol. Geschichten, Lagen, Sorten“.

