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Immer mit der Ruhe
Leo Breitenberger ist ein stiller unter den Südtiroler Top-Alpinisten der 60er- und 70er-Jahre. Seine Begehung der Matterhorn-Nordwand jährt sich heuer zum 50-sten mal. Vom Klettern will er auch als 75-Jähriger nicht lassen.
Markus Larcher | 25. Nov 2020 | ff 48/2020
Von seiner Apfelwiese gelangt Obstbauer und Bergführer Leo Breitenberger direkt zu „seinem“ Klettergarten in Sinich bei Meran: „Ob ich noch weiter führe? Mal schauen.“

Foto: Alexander Alber

Die Vorbereitung war gewissenhaft: Die Nordwand von Aiguille de Triolet, das Cervasutti-Couloir am Mont Blanc du Tacul, schließlich die Lyskamm-Nordwand in den Walliser Alpen – die Highlights im Leben eines ambitionierten Alpinisten sammelte Leo Breitenberger im Sommer 1970 gewissermaßen im Vorbeigehen ein. Ihre Begehung war jedoch einem noch größeren Ziel untergeordnet: der Besteigung der Matterhorn-Nordwand.

Zwar war nach der Solo-Wintererstbegehung durch Walter Bonatti fünf Jahre zuvor am Wahrzeichen der Walliser Berge keine Alpingeschichte mehr zu schreiben, doch die Wand...

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