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Milde Übertreiber
Eduard Thöny stand wegen seiner Zeichnungen mit einem Bein im Gefängnis. Seine Nachfolger Paul Flora und Peppi Tischler kratzen, aber tun nicht weh. Ein Karikaturistentreffen in Meran.
Georg Mair | 27. Nov 2019 | ff 48/2019
Der Maler unter den Karikaturisten: Eduard Thöny verspottete die Gesellschaft, die sich für etwas Besseres hielt.

Foto: Alexander Alber

Als Peppi Tischler ein kleiner Bub war, zeichnete er einen Doppelkopf aus Hitler und Mussolini auf ein Blatt Papier. Sein Vater, Tischler von Beruf und ein sparsamer Mann, bedauerte später, das Blatt weggeworfen zu haben. Man hätte es in Nachkriegszeiten, als Papier knapp war, gut gebrauchen können.

Als er schon etwas größer war und in der Gewerbeschule allerlei Handwerk erlernte, zeichnete er einen kriegsversehrten Lehrer als „Kater Carlo“ mit Holzbein auf die Tafel. Als der Lehrer es sah und alle lachten, zischte er: „Tischler, du fliegst“. Es blieb bei einer Nachprüfung. Das war...

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