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Im Land der Verschwörer
In ihrem neuen Buch behandelt die Journalistin Lilli Gruber die Bombenjahre. „Inganno“ ist ein wilder Mix aus Sex, Crime und Verschwörungstheorien.
Georg Mair | 28. Nov 2018 | ff 48/2018
Das kleine Südtirol ein Spielplatz der Großmächte im Kalten Krieg? So jedenfalls sieht Lilli Gruber die Attentate der Sechzigerjahre.

Foto: Archiv/Rizzoli Editore

Es ist der 17. November 1957, und Max und Peter sind auf dem Weg nach Sigmundskron. Bald wird dort Silvius Magnago sich mühsam mit dem einen Bein, das ihm der Krieg gelassen hat, ans Rednerpult quälen. Doch die beiden Burschen, noch minderjährig, wird es nicht weiter interessieren, was er zu sagen hat. Magnago ist ihnen zu weich, zu kompromissbereit. „Los von Rom“ wollen sie hören, doch Magnago sagt bloß: „Los von Trient.“ Doch noch wissen Peter und Max nicht ganz, ob sie ihren Hormonen folgen oder sich für den Freiheitskampf entscheiden sollen. Denn da in der Menge ist auch noch die...

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