Wenn Pasolini in eine Falle gelockt wurde, hat die Faszination, die männliche Prostituierte offenbar auf ihn ausgeübt haben, dies ermöglicht: Vielleicht haben die an der Tat beteiligten Personen aus unterschiedlichen Beweggründen gehandelt – möglicherweise mindestens eine aus politischen Motiven.
In seinem extrem grausamen letzten Film – „Salò o le 120 giornate di Sodoma“ – kommen nach meiner Einschätzung in erster Linie Pasolinis eigene seelische Abgründe zum Ausdruck.
Martin Dissertori, Eppan