Das fahlrote Kopfsteinpflaster schimmert im Nieselregen, um die stufengiebelgekrönten Ansitze wabern Nebelschleier, auf den Gesimsen hocken Tauben mit hängenden Köpfen, während Giacomo Fornari im dunkelblauen Trenchcoat auf den Brunnen am Domplatz von Brixen zugeht. Kaum hat man einander am steinernen Viereck, das das Geplätscher umrahmt, die Hand geschüttelt, schlägt am nahen Kirchengebäude die Turmuhr 17 Uhr. Seinen Kopf leicht zur Seite geneigt, beschreibt Fornari mit der Rechten einen Halbkreis über die barocken Fassaden: „Diese Klänge! Die prachtvollen Kulissen, das architektonische...
Das kleine Salzburg
Giacomo Fornari, scheidendender Direktor des Musikkonservatoriums, hat eine Vision: Er möchte Brixen zu einer zweiten Mozart-Stadt machen.
