Kaum ein zweites Südtiroler Dorf besitzt einen derart malerischen Ortskern wie Margreid. Um einen zentralen Platz stehen aneinandergereiht historische Weinhöfe und Adelssitze, in deren Architektur sich die deutsche Gotik mit südlicher Renaissance und heiterem Barock vermischt. Sie verleihen dem Dorf einen unverkennbar südlichen Charakter.
Die besondere Eigenart des Ortsbildes von Margreid wird aber durch die unmittelbar dahinter aufsteigenden, fast 1.000 m hohen Kalkwände geprägt, durch die der Fenner Bach seinen Weg ins Tal nimmt. Wir starten unsere Wanderung am Dorfplatz, von wo aus wir den alten, heute kaum mehr befahrenen Weg in Richtung Fennberg emporwandern.
Der Weg führt steil zwischen Weinbergen hinauf auf eine breite Hangverflachung, die ebenfalls mit Weinreben bepflanzt ist. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke auf das Etschtal und die gegenüberliegende Talseite. Nach etwa 40 Minuten folgen wir dem Wegweiser „Entiklar“, der nach rechts weist. In einer Viertelstunde haben wir den kleinen Weiler mit seiner barocken Marienkapelle und dem Ansitz Entiklar erreicht.
Der malerische Herrensitz der Familie Tiefenthaler mit angeschlossener Kellerei gehörte einst zur 1275 etwas erhöht gebauten Burg. Wir folgen der schmalen Straße bei der Kirche in südliche Richtung hinunter zur Weinstraße, auf der wir das Naturdenkmal Regenstein passieren und in einer weiteren Viertelstunde zurück nach Margreid gelangen.
Die ungekürzte Version und weitere Wandertipps finden Sie im Buch „Weinland Südtirol. Geschichten, Lagen, Sorten“.

