Zur Törggele-Zeit dürfen Bauernkrapfen nicht fehlen. Als Backwerk der alpinen Küche sind sie leicht angezuckert eine feine, süße Mehlspeise. Traditionell werden sie mit Marillenmarmelade, Mohn oder auch Kastanien gefüllt – sommerliche Variationen wagen die Befüllung mit Holunder oder Erdbeeren. Was heute fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden ist, war früher eine seltene Festtagsspeise, gebacken zur Hochzeit, zur Kirchweih, beim Almabtrieb oder eben beim traditionellen Törggelen.
Das Ausziehen des Teiges – sanft, rund und gleichmäßig – galt als Kunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute stehen Bauernkrapfen für Bodenständigkeit und Feierlust – und am besten kommen sie warm auf die Teller.
Schnalshuberhof
Im Schnalshuberhof gibt es nicht bloß simples Brunnenwasser oder wie der Italiener sagt „Acqua del Sindaco“, nein, hier heißt es schmunzelnd „Alm Schampanier“. In gleicher Manier geht es weiter, wenn Hausherr Christian Pinggera in Fahrt kommt und Witze in der Stube oder im Garten erzählt. Während er die Gäste unterhält, kocht seine Frau. Vater Pinggera ist fürs Keschtnbraten zuständig. Der 1318 erstmals urkundlich erwähnte Hof beherbergt seit 1997 Gäste, war schon Bäuerlicher Schankbetrieb des Jahres und öffnet lediglich am Abend. Bei den Krapfen gibt es dreierlei Sorten: mit Mohn, Kastanien oder Marillenmarmelade. Feine Weine gehören ebenso zum Schnalshuberhof: ein autochthoner Fraueler, der blumige Sauvigon und der frische Weißburgunder, ein edler Blauburgunder und ein bäuerlicher Vernatsch.
Oberplars 2, Algund
T. +39 0473 447324
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Noafer
Anders als viele Wirtskollegen hält der Noafer in der Saison auch mittags für seine Gäste die Türen offen. Die typischen Südtiroler Gerichte und die Eigenbauweine vom Noaferhof sind bemerkenswert – ebenso der Ausblick ins Tal. Gegessen wird in der alten Stube, einer geräumigen Veranda oder auf der Terrasse.
Vom Noafer lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine Greifenstein. In der Karte zu finden sind natürlich der Herbstklassiker Kürbiscremesuppe und diverse Knödelsorten. Auf Vorbestellung gibt es eine Schlachtplatte, die Bauernkrapfen mit Marillenmarmelade sind besonders verführerisch.
Glanig 37, Jenesien
T. +39 0471 266539
gasthaus-noafer.it
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Zmailerhof
Vom Schennerberg schaut der Zmailer-Hof über den Meraner Talkessel weit übers Etschtal. Der Hofschank ist seit vielen Jahren für seine Südtiroler Kost bekannt. Gastgeberin ist Bäuerin Martha Thaler, sie empfängt in der getäfelten Stube oder auf der Terrasse. Teile des alten Bauernhauses stehen unter Denkmalschutz, etwa die Küche, der Flur oder die wunderschönen Fresken am Hauseingang. Bei den süßen Krapfen ist die Füllung mit einem Mus aus Kastanien und Mohn eine wahre Wucht – und wird seit Generationen als Geheimrezept innerhalb der Familie weitergegeben. Ein weiteres charakteristisches Gericht der Küche im Herbst ist der schwarzplentene Knödel mit Rohnensalat.
Bergerweg 17, Schenna
T. +39 0473 945 881
