Ist der Doktor da?“, fragte Sportvereinsobmann Hermann Treter, als er mit seinem Sohn das Gasthaus Unterganzner betrat. „Ich bin in Kaffeepause“, antwortete Dr. Kaspar Hertz, ein Reichsdeutscher, den es aus Liebe zum Land und zum Abrechnungssystem der Sanitätseinheit nach Flaneid verschlagen hatte. Erst nachher sah er auf und erkannte Treters Sohn Erwin, der einen dicken olympischen Ring unter dem rechten Auge hatte. „Sport, ha?“, urteilte der Doktor fachkundig.
Treter wusste, dass Hertz Kampfsport missbilligte, aber das blaue Auge hatte nichts direkt mit Fußball – ein Jugendturnier...
Die olympischen Augenringe
Sport bringt die Völker zueinander. In letzter Zeit viel zu nahe, wie man an den blauen Augen erkennen konnte.