Kyjiw. Eigentlich macht Anna Bazdyriewa keine „Cut & Go“-Haarschnitte. Sie nimmt sich Zeit für ihre Kundschaft. Der Friseursalon soll eine Oase der Ruhe sein. Doch am Tag, nachdem ein russischer Raketenangriff 80 Prozent der Wasserversorgung in der ukrainischen Hauptstadt lahmlegte, sind die Arbeitsbedingungen für die 42-jährige Friseurin unberechenbar.
„Wissen Sie“, beginnt die Salonbesitzerin mit den langen blonden Haaren und Pony seufzend den Satz, sie sucht nach den passenden Worten, während sie mit schnellen Handbewegungen das Shampoo aus den Haaren einer Kundin spült. „An...
