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Die dunkle Stadt
Trotz der ständigen russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur geht das Leben in Kyjiw weiter. Aber oft gibt es keinen Strom und kein Wasser mehr. Wie halten die Menschen das aus?
ff media | 16. Nov 2022 | ff 46/2022
Bricht die Nacht herein, legt sich Dunkel über die ukrainische Hauptstadt: Russland greift gezielt die zivile Infrastruktur des Landes an.

Foto: Sergei Supinsky/AFP

Kyjiw. Eigentlich macht Anna Bazdyriewa keine „Cut & Go“-Haarschnitte. Sie nimmt sich Zeit für ihre Kundschaft. Der Friseursalon soll eine Oase der Ruhe sein. Doch am Tag, nachdem ein russischer Raketenangriff 80 Prozent der Wasserversorgung in der ukrainischen Hauptstadt lahmlegte, sind die Arbeitsbedingungen für die 42-jährige Friseurin unberechenbar.

„Wissen Sie“, beginnt die Salonbesitzerin mit den langen blonden Haaren und Pony seufzend den Satz, sie sucht nach den passenden Worten, während sie mit schnellen Handbewegungen das Shampoo aus den Haaren einer Kundin spült. „An...

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