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„Skepsis ist kein Fehler“
Die Gefahr, sich in Verschwörungstheorien zu flüchten, steigt, wenn die Bewältigung des Problems schwieriger wird. Die Soziologin Kristina Stoeckl sagt: „Jeder kann versuchen, aufklärend zu wirken.“ (Interview zum Titelthema "Unverstanden")
Kristina Stoeckl, geboren 1977, ist Professorin an der Universität Innsbruck und derzeit Leiterin des Instituts für Soziologie. Ihr Forschungsgebiet sind politische Soziologie und Religionssoziologie.

Foto: Target Group A. Springer

ff:Frau Stoeckl, welche Erfahrungen haben Sie mit „Coronaskepsis“ bisher gemacht?

Kristina Stoeckl: Ich habe in meinem Umfeld zwar eher mit Menschen zu tun, die das Risiko sehr ernst nehmen und großes Vertrauen in die getroffenen Maßnahmen haben. Allerdings war es doch so, dass in meinem Bekanntenkreis auch Personen skeptisch waren, von denen ich das nicht erwartet hätte. Daher hat sich bei mir der Eindruck gebildet, dass Coronaskepsis durch alle Gesellschaftsschichten geht: vom Universitätsprofessor bis zum...

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