Ich gehöre, wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen, eher zu den „Leisen“. Wir Psychologinnen und Psychotherapeuten beschäftigen uns mit den inneren Welten und seelischen Konflikten der Menschen. Wir sind zurückhaltend darin, unsere Meinung auch öffentlich kundzutun und sind deshalb vielleicht eine zu wenig hörbare Stimme in dieser außerordentlich schwierigen Zeit. Angesichts des unachtsamen und riskanten Umganges mit Worten und Bildern im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 möchte ich mit meinem Schreiben zum Nachdenken anregen.
Im Frühling habe ich in meiner psychotherapeutischen...
