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Meermüllmänner
Sandalen statt Sardinen — die Fischer Italiens fangen viel Abfall. Wenn sie ihn an Land bringen, riskieren sie eine Strafe. Auf See mit zwei ligurischen Fischern, die es dennoch tun.
ff media | 13. Nov 2019 | ff 46/2019
Zerrissene Fischernetze belasten die Unterwasserwelt: Mauro Gambaro (links) und Emanuele Fracceri markieren die Schnittstelle mit einem Knoten.

Foto: Leon Willner

Als Emanuele Fracceri und Mauro Gambaro ihr Netz aus dem Meer zogen, erkannten sie die markante Schwanzflosse schon unter der Wasseroberfläche. Ein Spitzkopf-Siebenkiemerhai hatte sich in ihrem Netzsack verfangen und ist erstickt. Sie fesselten den 100-Kilo-Fang mit ihren Tauen, zerteilten ihn in grobe Stücke und brachten ihn zu ihrem Restaurant in Genua-Boccadasse. Ein seltenes Prachtstück, wie sich Fracceri einen Monat nach dem Fang erinnert.

Der Alltag beschert den beiden Fischern in Genua eine Menge unliebsamen Beifang: Zwischen zwei und zehn Kilo Müll kommen jedes Mal mit an...

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