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„Elsa, sei so guat“
Vierzig Jahre lang war Elsa Raffaelli Kobald Hebamme. Ein Leben zwischen Florenz und Martell, Faschisten, Lawinen und Operationshandschuhen.
ff media | 3. Nov 2021 | ff 44/2021
Elsa Raffaelli Kobald in ihrer warmen Stube: Die kalten Tage in Armut hat sie längst hinter sich gelassen.

Foto: Ludwig Thalheimer

Wie jedes Märchen kennt auch die menschliche Geschichte ihre Monster. Elsa Raffaelli Kobald ist zwischen zwei von ihnen groß geworden: zwischen Faschismus und Nationalsozialismus. 1935 in Florenz geboren, besuchte sie dort eine faschistische Grundschule. Der Duce war damals überall. Elsa lebte mit der Mutter mitten in der Stadt. Oft fuhren sie auf das Land, wo Elsas Großvater arbeitete.

Die Erinnerungen an diese Zeit sind bildhaft: ein gemauerter Waschtrog, an dem geschrubbt und gesungen wird. Die Großmutter, die auf den rustikalen Treppen Hühnerhirne aus den Schädeln löffelt....

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