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Mit Köpfchen gegen Populismus
Wer Populisten bekämpfen will, muss bessere Argumente haben: Leitartikel in ff 41/19
ff media | 30. Okt 2019 | ff 44/2019

In ihrem Leitartikel schreibt Alexandra Aschbacher: „Wer Populisten bekämpfen will, muss bessere -Argumente haben“. Eine politische Argumentation, der man nur zustimmen kann. Wie können wir uns eine bessere Politik erwarten, wenn wir uns nicht alle dafür einsetzen, dass bessere Argumente gewinnen?

Allerdings könnte auch die ff mit gutem Beispiel vorangehen. Im gleichen Heft findet sich ein Auszug aus dem Buch von Lorenz Gallmetzer über Salvini, in dem krasse Beispiele für überbordende Bürokratie dargestellt werden. Dazu ff: „So weit einige der Grundübel, die Politikern wie Matteo Salvini in die Karten spielen“. Auf eine schlüssige Erklärung, wieso das gerade Salvini nützen soll, wartet man vergebens. Ist das nicht ein Missstand, an dem sich alle Parteien versuchen können? Unternimmt Salvini mehr dagegen als andere?

Im Essay von Ulrich Ladurner von vor einem Monat über die Krise der Demokratie bezeichnet er den Erfolg der Populisten als Ergebnis einer tiefen Vertrauenskrise. Aber als Grund wird dann weitschweifend die Iraklüge der USA angeführt. Was bitte hat das mit dem Populismus in Europa zu tun? Man kann sich nur wünschen, dass wir zu einer offenen Diskussionskultur finden, in der nicht einfach missliebige politische Gegner niedergemacht werden, sondern in der nachvollziehbare, triftige Argumente wieder zählen.

Josef Tinkhauser, Bozen