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Liebe Leserin, lieber Leser,
ff media | 30. Okt 2019 | ff 44/2019
Markus Larcher war, ein Jahr nach dem großen Sturm, mit den Förstern in Deutschnofen unterwegs. Wie es dem Wald geht und was wir tun müssen, um ihn zu retten, steht in der Titelgeschichte in dieser Ausgabe (ab Seite 22).

Foto: Alexander Alber

die Liberalen in Südtirol sind eine kleine Minderheit. Die Südtiroler Volkspartei hat diesen Strang weitgehend abgeschnitten, obwohl einer ihrer Gründer, Erich Amonn (1896–1970), ein ausgewiesener Liberaler war, Spross eines Bozner Handelshauses, das bis heute besteht. Wer dieser Mann war und warum man ihn ins Abseits geschoben hat, beschreiben Hans Heiss und Stefan Lechner in der Zeitgeschichte in diesem Heft (ab Seite 38.) Ihre Biographie über den „vergessenen Gründer“ ist bei Edition Raetia erschienen – ohne Amonn wäre Südtirol nicht das geworden, was es ist.

Von Erich Amonn führt die Linie auch zu uns, zur ff. Erich Amonn war der Vater von Christoph Amonn, vor bald 40 Jahren einer der Gründer der ff. Das liberale Erbe tragen Thomas und Magdalena Amonn, Kinder von Christoph und Enkel von Erich Amonn, bis heute als Miteigentümer dieser Zeitung weiter.

In den Medien die weibliche Form. In ff 27/19 (Starke Frauen braucht das Land) ging es ausschließlich um Frauen. Wir haben in diesem Heft nur weibliche Endungen verwendet, die Männer waren für einmal mitgemeint wie sonst die Frauen, wenn zum Beispiel nur von „Künstlern“, „Politikern“ oder „Bauern“ die Rede ist.

Das Frauennetzwerk wnet, das die Aktion angeregt hatte, ist damit für den „Medienlöwen“ nominiert (unter drei Kandidatinnen in der Endauswahl), der vom österreichischen Journalistenkongress für „besonders frauenfreundliche, Frauen unterstützende und stärkende Berichterstattung“ vergeben wird. Marlene Rinner, die Präsidentin von wnet, wird zusammen mit Heidi Hintner und Astrid Pichler kommende Woche nach Wien aufbrechen, um am Kongress teilzunehmen. Dort werden sie erfahren, ob sie den „Medienlöwen“ mit nach Hause nehmen dürfen.

Die Bücherwürmer. Wer auf das gedruckte Wort baut, muss gute Nerven haben wie Ludwig Paul-michl und Hermann Gummer. Sie haben vor 25 Jahren den Folio-Verlag gegründet (Literatur, Krimis, Südtirol-Führer) – auch sie stehen für ein aufgeschlossenes Land wie Erich Amonn oder wnet. Warum sie dabei geblieben sind, wie sie arbeiten und sich in 25 Jahren alles verändert hat, haben die Verleger Georg Mair erzählt (ab Seite 52).