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In dieser Folge … Törggelen
ff media | 23. Okt 2024 | ff 43/2024

Foto: freepik

Gerichte der Familientradition und zum Ausklang Kastanien und Krapfen. Was hier so simpel klingt, ist in Wahrheit ein Heiligtum in Südtirol. Das Törggelen, die fünfte Jahreszeit von Anfang Oktober bis Beginn der Adventszeit, besteht ursprünglich im geselligen Beisammensein in den Stuben der Südtiroler Bauernfamilien bei neuem Wein, Gerichten der Bauerntradition und gebratenen Kastanien. Woher der Name genau stammt, ist nicht genau belegbar, die meisten aber sprechen davon, dass der Begriff Törggelen vom lateinischen Wort „torculus“ = Weinpresse stammt. Einst dankten die Weinbauern beim Törggelen ihren Mitarbeitern mit einem Fest(mahl) für die erfolgreiche und gelungene Weinernte. Heute ist das Törggelen eine kommerzielle Touristenattraktion geworden und hat nicht mehr viel mit dem Brauch von einst zu tun. Wir haben uns bemüht, traditionsreiche Betriebe ausfindig zu machen, wo das Törggelen so ursprünglich wie möglich geblieben ist. Besonders schön ist es dabei auch, einen Wandertag mit der Einkehr in einem Buschenschank ausklingen zu lassen.

Oberlegar

Wenn Franz Schwarz mit seinem trockenen Humor die Bestellung aufnimmt, spürt man schnell: Der Mann weiß, was er sagt, und ist ein geborener Gastgeber. Seine Frau Helene ist die Chefin in der Küche. Beide führen den Oberlegar oberhalb von Terlan seit 1997 und sind eine Institution am Südtiroler Törggele-Firmament. Zur Auswahl stehen in den holzgetäfelten Stuben mit Bauernofen: Gersten- oder Kürbissuppe, Schlutzer, Nocken mit Käse, Brennnessel und Rohnen, Schlachtteller, Wurst und Kraut, Ochsenwangele mit Speckknödel, Zwetschgenknödel, Krapfen und natürlich gebratene Kastanien. Im Frühling ist der Oberlegar für seine Spargelgerichte weitum bekannt.

Möltnerstraße 2, Terlan

T. 334 3189520

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Oberpartegger

Der Blick vom Oberpartegger auf das Kloster Säben ist genial. Genauso wie das kulinarische Angebot, das Familie Kainzwaldner in ihrer historischen Stube oder auf Veranda und Terrasse auf die Teller zaubert. Das startet mit Kosterlen von Speck (die Schweine werden direkt am Hof gehalten) und Käse, geht über zu Gerstensuppe, Kartoffelplattlen mit Sauerkraut und Spinatkrapfen sowie Schlachtplatte mit Knödeln und endet schließlich mit süßen Krapfen (Mohn, Marmelade und Nussfülle) und Kastanien. Der auf dem Hof verarbeitete Wein umfasst sowohl für das Eisacktal typische Weißweinsorten als auch den Vernatsch. Nicht fehlen dürfen zum Abschluss die Liköre und Brände.

Unter St. Stefan 7, Villanders

T. 0472 847 869

beimpartegger.com

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Fronthof

Auf den Tisch kommt, was im eigenen Weinberg, Garten und Feld wächst und im Stall aufgezogen wird. Dazu gehören auch rund 50 Ferkel pro Jahr, die von Bauern des Vertrauens geholt werden und sich am Hof sauwohl fühlen dürfen. Gastgeber sind Elisabeth und Markus Kompatscher, die den wuchtigen, unter Denkmalschutz stehenden Fronthof aus dem 15. Jahrhundert behutsam und liebevoll führen. Aus der Törggele-Speisekarte: Speck-Variation, Kürbiscremesuppe, Bis von Schlutzkrapfen und Käseknödel, Schlachtteller, Haus- und Blutwurst, Rippelen mit weichem Sauerkraut und Röstkartoffeln, Kastanien und Völser Kirchtagskrapfen. Sehr gute Weine vom eigenen Hof: Kerner, Sauvignon, Blauburgunder und Zweigelt.

Bühelweg 2, Völser Aicha

T. 0471 601 091

fronthof.com

Drei weitere Tipps

• Schnalshuberhof, Algund

• Hubenbauer, Vahrn

• Wassererhof, Völs