Norbert Kaserer, Naturns:
Bei der Auseinandersetzung um die Erhaltung des Auwaldes scheint es sich für einen Außenstehenden um einen Kampf zwischen einem privaten Unternehmen und Umweltschützern zu handeln, wobei erstere die bösen Umweltzerstörer darstellen. Allerdings sollte schon auch hinterfragt werden, wer letztendlich der Hauptakteur bei der Zerstörung dieses Umweltjuwels ist.
Wenn die Zahlen der ffstimmen, dann hat das Vinzentinum, eine katholische Institution, den Auwald und die Wiese um den stolzen Preis von 9 Mio. Euro an das Unternehmen verkauft. Also hat diese die Zerstörung des Auwaldes zu verantworten. Denn wer bezahlt schon einen Quadratmeterpreis von 300 € für einen aus wirtschaftlicher Sicht wertlosen Grund?
Wenn also die Kirche, welche eigentlich als Erste für die Erhaltung der göttlichen Schöpfung eintreten sollte, zum Ausverkauf der Natur beiträgt, darf man sich nicht wundern, wenn der Raubbau an der unberührten Landschaft immer weitergeht.
