Gestorben wird zum Schluss. Aber wie stirbt man „richtig“, wenn ein Leiden ein vorzeitiges Ableben prognostiziert?
„Nachhilfe“, sprich aktive Sterbehilfe, bringt uns in ein moralisches Dilemma. Leben gilt als schützenswert, bis es einem vergönnt sei zu sterben, selbst wenn eine qualitätsmindernde, auch qualvolle Krankheit hineinspielt.
Die Antwort kann nur lauten Eindämmung der Schmerzen (Palliativmedizin) und eine liebevoll-einfühlsame Sterbebegleitung. Das Thema ist zu ernst für schnelle Lösungen auf der ideologischen Spielwiese, und es muss breit, unter Achtung höchstmöglicher Würde bis zum Ende, diskutiert und reglementiert werden.
Thomas Malfertheiner, Bozen
