Dienstag, vier Tage nach Eröffnung des Oktoberfests. Ich stehe auf der Terrasse in der Mittagshitze und mir ist kalt. Der Wind pfeift mir nicht nur um die Ohren, er pfeift gefühlt durch meinen ganzen Körper. Ich bin seit drei Tagen in einer unbekannten Rolle und einem komplett anderen Modus: Wiesnkellner.
Das heißt täglich zehn bis dreizehn Stunden arbeiten, schlafen, essen, manchmal noch ausgehen und wieder dasselbe. Ich trage jeden Tag Lederhose, Jackett und Trachtenhemd und bringe literweise Bier und Essen, um Hunger und Durst von unzähligen Oktoberfest-Besuchern zu stillen. Die...
