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Ich, der Wiesnkellner
Unser Reporter Friedrich Hainz hat 16 Tage auf dem Oktoberfest gearbeitet – ein harter, aber lukrativer Job. Ein Blick hinter die Kulissen des größten Volksfestes der Welt.
ff media | 16. Okt 2024 | ff 42/2024
Friedrich Hainz bei der Arbeit im Festzelt „Tradition“ auf der „Oidn Wiesn“: Wie viele Mass Bier schafft man? In den Steinkrügen kann ein Kellner maximal zehn Mass mitnehmen.

Foto: Privatarchiv Friedrich Hainz

Dienstag, vier Tage nach Eröffnung des Oktoberfests. Ich stehe auf der Terrasse in der Mittagshitze und mir ist kalt. Der Wind pfeift mir nicht nur um die Ohren, er pfeift gefühlt durch meinen ganzen Körper. Ich bin seit drei Tagen in einer unbekannten Rolle und einem komplett anderen Modus: Wiesnkellner.

Das heißt täglich zehn bis dreizehn Stunden arbeiten, schlafen, essen, manchmal noch ausgehen und wieder dasselbe. Ich trage jeden Tag Lederhose, Jackett und Trachtenhemd und bringe literweise Bier und Essen, um Hunger und Durst von unzähligen Oktoberfest-Besuchern zu stillen. Die...

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