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Zur Ahrntaler Lenkjöchlhütte
ff media | 12. Okt 2021 | ff 41/2021
Im Oktober ist der kleine See unter der Lenkjöchlhütte oftmals schon zugefroren.

Foto: Edition Raetia

Das Ahrntal ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde und Bergsteiger und bietet neben gemütlichen Tal- und Almwanderungen leichte und anspruchsvolle Bergtouren sowie für trittsichere und schwindelfreie Alpinisten eine Reihe hochalpiner Gipfelerlebnisse. Eine dieser Wanderungen führt zur Lenkjöchlhütte im hinteren Ahrntal.

Wegverlauf: Vom Parkplatz in Kasern in wenigen Hundert Metern nach Prastmann und auf einer Brücke über den Ahrnbach hinweg. Während das hübsche Kirchlein rechts liegen bleibt, auf dem Güterweg durch die rechten Talhänge empor und in etwa 15 Minuten zur Labesaualm (1.757 m). Nun auf einem leichten Steig (Markierung 12) weiter aufwärts und in südöstlicher Richtung gegen den Ausgang des Windtals zu.

Weg 12 führt etwas steiler um die rechts gelegene Wand herum und gelangt in 2.000 m
Höhe auf die zweite große Terrasse, über die er bequem einem weiteren Moränenriegel entgegenzieht. Der Steig ist zwar steiler, aber doch immer leicht, sicher und gut trassiert.

Nach dem zweiten Sattel erreicht man das innerste Tal, das von einer in dem Ahrner Kopf gipfelnden Gratlinie eingeschlossen wird. In etwa 2.260 m Höhe führt der Weg über den Windbach, um dann in südlicher Richtung steiler anzusteigen.

Der Anstieg wird nun interessanter. Vor uns liegt eine enge Klamm, die rechts von einer senkrechten Felswand begrenzt wird und über deren Grat mehrere Fahnenstangen aufragen: Dort hinten liegt die Schutzhütte. Auf kahlem baum- und buschlosem Gelände steigt man in weiten Kehren und auf bisweilen geraden Strecken über einen großen Berg-rücken hinweg und in eine steile, von Felswänden eingeschlossene Talrinne hinein, die immer enger wird. Jetzt geht es über den Sattel hinweg zur Lenkjöchlhütte (2.590 m), die sich auf einem Felsrücken über einem kleinen Bergsee erhebt.

Von der Schutzhüttesteigt man auf gut trassiertem Weg mit allerdings lockerem Boden durch das gewundene Röttal abwärts. Nach den zwei Bergseen am Fuß des kleinen „Rötkees“ genannten Ferners geht es bequem etwa einen Kilometer weiter, um dann dem Talverlauf gegen Nordwesten zu folgen. Nach weiteren zwei Kilometern erreichen wir das Rötmoos, ein Torfmoor kurz vor der schönen, in 2.116 m Höhe gelegenen Rötalm. Auf Weg 11 gehen wir links um den letzten Felsausläufer und durch recht wilde Felsgruben auf einem Güterweg in den dichten Wald, der sich im hinteren Ahrntal ausdehnt. An einem Kruzifix in 1.674 m Höhe gehen wir nach rechts und kehren über eine Brücke (1608 m) hinweg zum Parkplatz zurück.

Die ausführliche und ungekürzte Version der Wanderung finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Zur Lenkjöchlhütte im hinteren Ahrntal.

Gesamtgehzeit:6–7½ Sunden

Gesamtlänge:14,8 km

Höhenunterschied:930 m

Schwierigkeit:T–E (leicht-mittel)

Beste Jahreszeit:von Ende Juli bis Mitte Oktober

Das Buch zum Tipp

Renzo Caramaschi

In den Bergen des Ahrntals

40 Wanderungen mit kurzen Eindrücken zu Natur, Kultur und Geschichte

Edition Raetia

240 Seiten | Euro 25,00

ISBN 978-88-7283-414-5

Erhältlich im Buchhandel.